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Immatrikulation von Hermann Ludolph Carl Emil von Vogelsang

Transkription normierte Angaben
Semester: 1843 Jul.
Nummer: 16
Datum: 14 . 11 . 1843
Vorname: Hermann Ludolph Carl Emil
Nachname: von Vogelsang
Studienfach: Jura Jura
Staatsangehörigkeit: Mecklenburg
Geburtsort: Liegnitz
Wohnort der Eltern: Gutendorf
Vater: weiland Major v. Vogelsang, Stieffater G. J. H. v. Vogelsang königl. preuß. Oberstlieut. a.d.
Geburtsdatum: 3 . 9 . 1818
Religion: evangel. Evangelisch
Geschlecht: männlich
Schule: Halle Pädagogium
Besuchte Universitäten: Bonn
Bemerkungen: {O. 1844 n. Berlin gegangen.}

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Kay Müller, am Sun Oct 23 00:00:00 CEST 2011
Karl (Emil Ludolf) Frh. von Vogelsang (geb. am 3.9.1818 in Liegnitz (Schlesien), gest. am 8.11.1890 in Wien) war Sozialpolitiker und Publizist. Nach dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Bonn, Berlin und Rostock trat V., Sohn eines Gendameriemajors, in den preuß. Justizdienst ein; 1848 ausgeschieden, zog er sich auf sein Gut in Mecklenburg zurück. In Berlin lernte er Wilhelm Emmanuel von Ketteler kennen, der ihn 1850 bei der Konversion zum kath. Glauben bestärkte. Nach einem Aufenthalt in Köln, wo er Mitherausgeber der antiliberalen „Politischen Wochenschrift“ war, und dem Scheitern seiner Wiedereinstellung in den preuß. Staatsdienst lebte V. auf seinem Gut Fußberg am Starnberger See. Auf Empfehlung Kettelers fand er in München Zugang zu einem Kreis um Guido Görres. Seit 1859 begleitete er Johann II. von und zu Liechtenstein auf Reisen durch Europa. 1864 ließ er sich in der Nähe von Wien, 1873 in Preßburg nieder, wo er an der Zeitschrift „Der Katholik“ mitarbeitete. 1875 übernahm er in Wien die Redaktion der katholisch-konservativen Wiener Zeitschrift „Das Vaterland“. 1879 gründete V. die „Österreichische Monatsschrift für Gesellschaftswissenschaft und Volkswirtschaft“, die zu einem wichtigen Diskussionsorgan der österr. und deutschen Sozialreform wurde. Neben Karl Lueger und Franz Schindler war V. Begründer der christlich-sozialen Bewegung in Österreich.

Herausgegeben im Auftrag des Rektors der Universität Rostock von Kersten Krüger.
Rostock, online seit 2010.

(Liste der Mitwirkenden)

Kontakt:
Universitätsarchiv
universitaetsarchiv(at)uni-rostock.de

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GND: 118768948
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